Baufinanzierung
Forward Darlehen

Mit einem Forward Darlehen
kann man sich den aktuellen
Zinssatz für die Zukunft
sichern.
(engl. forward = vorwärts)
Das Forward Darlehen wird für die Finanzierung von Immobilien genutzt und hier vor allem für Anschlussfinanzierungen. Steht die Anschlussfinanzierung in max. 60 Monaten an, kann man sich, gegen einen geringen Zinsaufschlag den Zins von heute sichern. Der Aufschlag beträgt pro Monat Vorlaufzeit 0,01 bis 0,045 Prozentpunkte auf den aktuellen Zins.
Da die zukünftige Zinsentwicklung nie genau vorhergesagt werden kann, sollte ein Forward Darlehen möglichst nur mit einer Vorlaufzeit von 6 - 24 Monaten abgeschlossen werden. Längere Vorlaufzeiten verteuern außerdem das Hypothekendarlehen.
Bei Abschluss ist der Kreditnehmer zur Abnahme des Darlehens verpflichtet ansonsten wird eine Nichtabnahmeentschädigung fällig.
Nicht möglich sind Forward Darlehen, wenn erst in ein paar Jahren eine Immobilie erworben werden soll.
Niedrige Zinsen für die Anschlussfinanzierung
Die Zinsen stehen aktuell auf einem Rekordtief, läuft der Immobilienkredit innerhalb der nächsten 24 Monate aus, sollte der günstige Zins jetzt gesichert werden.
Beispiel:
- Abschluss einer Baufinanzierung 2003: 150.000 €
- Durchschnittszins 2003: 5,1% bei Zinsbindung 10 Jahre
- Anfängliche Tilgung 1,5%
- Monatliche Belastung 825,00 €
- Restschuld nach 10 Jahren (2013): ca. 121.000 €
- Abschluss Forwarddarlehen 2012: 121.000 €
- Zinssatz für Zinsbindung 15 Jahre: 3,26% nominal
- Monatliche Belastung, bei ca. 5% Tilgung: 825,00 €
- Restschuld nach 15 Jahren: ca. 4.200 €
Das Beispiel berücksichtigt unter Beibehaltung der monatlichen Belastung, eine fast vollständige Tilgung zum Ablauf.
Damit wird eine größtmögliche Planungssicherheit geschaffen.
Als Bonbon vergeben viele Anbieter für Volltilgerdarlehen einen weiteren Zinsabschlag und übernehmen die für eine Umfinanzierung anfallenden Kosten.
Grundbuchänderungen beim Bankwechsel
Um als Eigentümer einer Immobilie für die Anschlussfinanzierung eine andere Bank auszuwählen, ist eine Grundbuchänderung nötig.
Die preiswerteste und häufigste Art ist die Grundschuldabtretung, der die bisherige Bank allerdings zustimmen muss.
Alternativ kann die bisherige Bank im Grundbuch gelöscht und der neue Geldgeber eingetragen werden, die Kosten liegen allerdings dreimal so hoch wie bei der Grundschuldabtretung.
Bankwechsel
Ab einer Ersparnis von 0,2 % Zinsen im Jahr lohnt sich ein Bankwechsel.
AAV-Allgemeine Assekuranz Vermittlung
